Findet Ihr nicht auch, dass gerade der Übergang von einem Zustand zum Anderen immer ganz besonders schwer auszuhalten ist? Ein klares Beispiel dafür ist das derzeitige Schmuddelwetter. Mal ist wunderbarer Schnee, da sind wir alle begeistert. Und dann ist Frühling und alles blüht und zwitschert. Doch dazwischen liegt der Matsch.
Der lästige Übergang
So ist es ja eigentlich mit allen Dingen des Lebens, die irgendwie besonders sind. Weihnachten ist besonders magisch, wenn alles geschmückt ist und es nach Plätzchen duftet. Aber wenn man dann alles wieder in die Kisten im kalten Keller verstauen und die Krümel aus den Ecken kratzen muss, ist es weniger heimelig.
Bei Frühling kann man ja recht optimistisch sein, dass der sich wirklich einmal einstellt. Bei anderen Dingen im Leben hat man ja viel größere Unwägbarkeiten. Werde ich für immer der Depp vom Büro sein, oder wird man mein Talent wertschätzen und ich bekomme tolle Projekte?
Wie weiss ich, ob es besser wird?
Da frage ich mich: wie lange muss man im Matsch des Alltags aushalten, bis der Frühling kommt? Oder muss ich vielleicht feststellen, dass ich schon die ganze Zeit auf der Kuhweide stehe, dass dort der Matsch 365 Tage im Jahr anzutreffen sein wird?
Ganz genau weiss man es ja meistens erst, wenn der andere Zustand zuverlässig eingetreten ist. Indiz A: man sitzt in der Sonne im Garten mit einer Tasse Kaffee. Indiz B: man lümmelt als CEO auf seiner eigenen Yacht. Oder man hat einfach Spaß am Leben und steht morgens gerne auf.
Was tun?
Auch wenn man sich selbst nicht verändert, dreht sich die Welt weiter. Also irgendwas ändert sich immer. Ein erster Schritt kann sein, sich feste Stiefel anzuziehen. Da steht man auch im Matsch gut und lässt sich nicht unterkriegen. Dann kann man ein bisschen hin und her laufen und schauen, ob es nicht irgendwo anders ein bisschen besser ist. Dann findet man vielleicht den Pfad auf den nächsten Gipfel in den glitzernden Schnee oder runter ins Tal zu den blühenden Wiesen?
Auf jeden Fall nicht einfach alles hinwerfen und aufgeben. Denn im Matsch ist es auf Dauer klamm und lästig.
Wir könnten uns ein Bänkchen aus Ästen bauen und dort wenigstens im Sitzen auf den Frühling warten. Irgendwas kann man doch eigentlich immer machen, um sich den Übergang zu erleichtern. Und bevor man es merkt, hat man es geschafft: auch der letzte Weihnachtskrempel ist aufgeräumt, und es stehen Tulpen im Garten.
Bleibt warm und trocken!




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