Ihr seht das vielleicht nicht, aber ich spüre den süßen Wind von Erfolg in meinem Gesicht. Nach sehr vielen Stunden vor dem Computer kann ich schon ein ganz kleines bisschen besser das Programm benutzen und der Blog sieht schon zu 70 Prozent so aus, wie er soll.
Eine Etappe ist geschafft
Darüber freue ich mich riesig und bin ganz begeistert. Ich möchte gleich meine Freude teilen und klopfe dem Hund voller Selbstvertrauen auf den Rücken!
Dann aber: die ersten Zweifel
Aber ihr kennt das sicherlich, kaum bin ich dann aufgestanden und hole mir einen Kaffee, fällt mir auf, was ich noch alles zu tun habe. Ich denke mir, wie es noch besser aussehen könnte und dann dann fallen mir hunderte von Dingen ein, die Andere viel besser machen.
Wenn die Sache ganz schlecht läuft, surfe ich dann ein bisschen auf die perfekten Blogs und Webseiten dieser Welt. Dann komme ich mir vollends lächerlich vor, dass ich mich gerade noch über so eine schäbige Sache gefreut habe.
Mir wird klar, wie viel noch vor mir liegt und ich frage mich, ob ich Würstchen das überhaupt jemals schaffen kann.
Immer mit der Ruhe
Dann ist es aber wichtig, einen Schritt zurückzutreten und sich auf die Schulter zu klopfen! Denn nur wenn man auch die kleinen Erfolge innerlich feiert und sich darüber feste freut, kann man seinen Tank mit innerer Motivation füllen.
Klar, gibt es viel zu tun. Aber vermutlich denkt das auch Usain Bolt, dass er noch ein klitzekleines bisschen schneller laufen könnte. Und wenn er dann an seinen Hochsprung denkt, kommen ihm vermutlich die Tränen. Denn dort ist es längst nicht so gut bei beim Sprint.
Manchmal sind wir einfach unglaublich streng mit uns selbst und vergessen, dass wir ganz schön viel erreichen. Vielleicht sind wir nicht die Besten in etwas Bestimmten, aber dafür bin ich heute schon mal pünktlich aufgestanden, habe mich ohne Zwischenfälle angezogen und alle Kinder aus dem Haus bekommen. Nein, ich habe keine Lösung für den Krieg gegen die Ukraine. Und mein Blog ändert nicht die Welt. Und er muss noch ganz schön besser werden, bis ich den Link an alle meine Freunde schicke, aber:
Erfolg trauen
Manchmal muss man auch einfach seine Augen aufmachen und erkennen: Dass man überhaupt etwas versucht, ist schon Erfolg! Dass man einen Fehler gemacht hat, ist womöglich ein gutes Zeichen. Man hat etwas ausprobiert. Das ist immer ein kleines Wagnis. Aber so kommt vielleicht mal etwas Gutes dabei heraus. Der Fehler öffnet quasi die Türe für die guten Dinge des Lebens.
Ich habe mich für WordPress entschieden. Ich habe mehrere Monate und Anläufe gebraucht, überhaupt etwas zu posten. Dann habe ich noch länger gebraucht, meine Schwierigkeiten in Begriffe zu fassen und dafür Tutorials zu suchen. Die habe ich mit grosser innerer Ungeduld angeschaut. Dann ging alles längst nicht so leicht, wie angepriesen und immer noch rutscht alles durcheinander.
ABER: ich habe nicht Anderen auf sozialen Medien beim Leben zugeschaut oder sonst meine Zeit vergeudet. Ich habe stattdessen gepatzt und geschimpft und gejammert. Und nun klappen drei Links und zwei Bilder werden angezeigt und das ist schon mal viel mehr als letzte Woche!
Das ist mein Erfolg. Darauf will ich stolz sein!
Und jetzt hole ich mir einen Kaffee…




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