Der große Plan zum Erfolg

Immer mal wieder hört man jemandem zu, der einem erklärt, wie man sein Leben mit einem gloriosen Plan ganz einfach zu einem Feuerwerk des Erfolges führen kann.

Ist Zufriedenheit falsch?

Nun ist es so, dass ich mit meinem Leben eigentlich schon mal ganz zufrieden mit. Denn mein Erfolgsgeheimnis für ein zufriedenes Leben ist, immer auch genau im Auge zu behalten, was man hat und worüber man sich freuen kann. Damit wird man vielleicht nicht die reichste Frau der Welt (alle kennen den reichsten Mann der Welt, aber die reichste Frau? Keine Ahnung. Muss ich nachher googeln! ), aber dafür hat man viel eher ein wirklich zufriedenes Dasein.

Das heisst aber auch nicht, dass es nicht Dinge gibt, die ich besser machen könnte.

Kleine Ziele halten frisch

Eine Sache ich schon mal dieser Blog. Wie man sieht, schaffe ich es trotz der Erklärvideos nicht, das Design ordentlich zu machen.

Irgendwie bin ich so vertraut mit Blogspot, dass ich WordPress einfach nicht kapiere.

Und zweitens bin ich nach einem Tag der Schreibwut gleich in Funkstille verfallen.

Das hatte auch seine Gründe. Ich habe mich im echten Leben da draussen versucht. Ich habe mit echten Kunden gesprochen. Und dabei festgestellt, dass ich nicht dazu gemacht bin, super infantile Texte zu schreiben und mich auch nicht dazu bringen kann, tatsächlich meine „Lieblingsband“ und meinen „Lieblings-Insta-Influencer“ anzugeben. Das erinnert mich dann doch sehr an die „Meine Mitschüler“ Bücher aus der 3. Klasse… Ausserdem ist es auch ein Vorzug des zufriedenen Lebens, dass ich keinem Influencer zuhöre, sondern meinen Freunden und meiner Familie. Und ich bin zufrieden, weil ich nicht eine Lieblingsband habe, sondern vielerlei Musik zu vielerlei Anlässen schätze. Das liest sich zwar weniger knackig und ist deshalb vielleicht nicht ganz Social Media tauglich, taugt aber dafür für die innere Ruhe und Gelassenheit.

Am Ende dieses mühsamen Prozesses, habe ich einen neuen Kunden gefunden, für den ich noch nicht sehr viel mache, aber es macht mir Freude. Ich benutze meinen Kopf für Dinge, die nicht mein direktes Überleben betreffen. Das ist einfach wunderbar.

Was jetzt?

Ich hoffe für 2023, dass da noch andere Aufträge dazu kommen. Je wilder, desto besser. Gerne möchte ich mit meinem vielleicht schwachen Licht, in alle Ecken des Daseins leuchten und herausfinden, was Butterfabrikanten beschäftigt, warum man sich für Künstliche Intelligenz in Kasachstan interessieren sollte oder was die sieben Geheimnisse für Parkinson-Prävention sind. Ich habe meinen Bleistift gespitzt und bin bereit für Recherchen!

Aber das bringt mich nun doch zurück zum großen Plan. Vielleicht muss man doch ein Poster im Internet aufhängen und rufen:

„Sofaphilosophin sucht Gedankenexperiment“ oder

„Chinaexpertin hilft bei Fachchinesisch“

Meine virtuellen Poster

Gar nix tun, hilft auch nix. Schritt für Schritt zum großen Plan.

Aber immer mit einem zufriedenen Herzen, denn wer planen kann, lebt noch!

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