Im Urlaub. Die Postkarte ist gekauft, der Espresso bestellt, der Stift gezückt, nun fehlen einem nur die Worte. Es stellt sich die große Frage: und was schreibe ich jetzt?
Meist ergibt es sich von selbst, wenn man mal ganz vorne anfängt und deshalb:
Hallo liebe Leser!
So mache ich das jetzt auch hier auf dem Blog. Ich schreibe einfach mal los. Es liest ja eh keiner. Dann kommt mir vielleicht ein Geistesblitz und den verwende ich dann für einen durchschlagenden Erfolg. So könnte es kommen.
Welche Art Text schreibe ich?
Bisher ist es ja so, dass ich mein Buch geschrieben habe: „Bleicher Jasmin“. Das hat mir grossen Spass gemacht und dann sehr viel Arbeit bereitet, weil ich es erstens noch einmal auf Englisch veröffentlicht und zweitens als Autor beworben habe. Über all diesen Aktivitäten ist mir dann der Schwung für mein zweites Buch abhanden gekommen. Das habe ich dann drei Jahre später in meiner Verzweiflung ganz übel zu Ende gestoppelt und mich dann anschließend so dafür geschämt, dass ich es in eine Schublade gesteckt und den Schlüssel weg geworfen habe! Ein Buch nimmt viel Zeit in Anspruch, gibt aber auch sehr viel Freude und Platz zum Denken. Da könnte man sich noch einmal heran wagen. Einen privaten Blog habe ich natürlich auch. Damit ich nicht alles durcheinander bringe und vergesse, was sich bei uns im besten Teil des Lebens ereignet. Dann würde ich gerne für Kunden schreiben. Denn es kann Freude bereiten, über mondäne Themen zu schreiben: die Erbschaftssteuer. Oder die Vorzüge einer Wärmepumpe. Da gibt es Fakten und Links und Beweise. Ein wunderbarer Ausgleich gegen die Unwägbarkeiten von Fantasie und Alltag.
Für wen schreibe ich?
Hier liest keiner. Da lässt es sich am besten schreiben. Für die Familie und Freunde kann man eh immer leicht schreiben, denn mit denen redet man ja auch gerne. Für Kunden ist es auch recht einfach, denn da muss man sich nur an branchenübliche Tonlagen halten und ist schon auf der sicheren Seite. Aber so ein Roman, da muss man grübeln: lustig? Traurig? Für den Strandleser oder die Beilagen der Sonntagszeitung? Denn da lesen plötzlich Leute, mit denen man sonst gar nichts zu tun hätte. Das kann gut enden oder eben nicht. Auf eine Postkarte aber gehören:
- Anrede
- Wo bin ich gerade?
- Ein Satz über die Reise.
- Ein Satz, der sich persönlich an den Empfänger richtet.
- Ein Abschiedsgruß.
Schon fertig!
Lieber Leser.

Ich bin am Anfang meiner Reise. Noch habe ich nur den Reiseführer studiert. Nun freue ich mich darauf, all die aufregenden Dinge selbst zu entdecken, mich manchmal dabei ein wenig zu verlaufen und viel zu erleben. Ich hoffe, du bist wohlauf und eine geduldige Begleitung! Ich melde mich von unterwegs!
Wiebke
Dann nur noch Briefmarke drauf und Postkasten. Das war doch wirklich nicht schwer!




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