Das Lästigste bei der Jobsuche sind die Bewerbungen. Es ist wie damals in der Tanzschule: die Begleitung ist nicht da, es ist Herrenwahl und man ist versucht, auf seine Schuhe zu starren und auf ein Wunder oder zumindest ein großes Loch im Boden zu hoffen.
Es ist schrecklich peinlich, zuzugeben, dass man noch zu haben ist. Und dann muss man sich auch noch aufraffen und sich mitsamt seiner womöglich dürftigen Fähigkeiten der Welt anpreisen.
„Wir suchen Perfektion“
Beim Durchsehen der Stellenanzeigen, wird einem schnell klar, dass man nicht wirklich die Gesuchte ist. Aber wann passt man schon mal 100%? Wer ist denn genau diese jung, dynamische Mitarbeiterin frisch aus der Uni, die schon über viele Jahre Arbeitserfahrung verfügt?
Verstehe ich ja: mache ich doch auch so, dass ich nach der eierlegenden Woll-Milch-Sau suche, sobald ich etwas will. Aber natürlich ist das dann eine peinliche Situation für die durchschnittlichen Haustiere, die draussen vor dem Stall auf ein kuscheliges Zuhause hoffen.
„Ja, was können Sie denn?“
Wenn man doch mal seinen ersten Fuss auf den Tanzboden gestellt hat, kommt die Frage nach den Arbeitsproben.
Was schicke ich denn da? Die unzähligen Webseiten Posts, Emails, Newsletter und Blogeinträge meines Lebens? Da bin ich ein bisschen schüchtern.
Genau aus diesem Grund werde ich hier und heute anfangen, wilde Dinge auf diesem Blog zu schreiben. Und vielleicht wird dann irgendwann etwas so gut, dass ich es als Arbeitsprobe verlinken kann.
Sich einfach nur als Mauerblümchen an die Wand zu drücken hilft auch nicht weiter. Die ist nach einer Weile auch nur kalt und klamm, womöglich fängt man zu vermodern! Es ist eben so: einfach sitzen zu bleiben, bis die Lichter und die Musik ausgehen, sind auf dem Tanz des Lebens eben auch keine Option!
„Just get on with it“
Queen Elisabeth II
Schnell die Zehen dehnen, den Staub vom Kleid klopfen und ab auf die Tanzfläche!
Selbst wenn man nicht immer mit dem Prinzen tanzen kann, macht es einfach Spaß, sich zu bewegen und zu wirbeln!




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